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Bärlauch - grüne Power für neuen Schwung

Angeblich erfreuten sich die Bären in grauer Vorzeit am Bärlauch, um nach dem langen Winterschlaf wieder zu Kräften zu kommen. Ob wahr oder nur eine Legende weiss man nicht so genau. Unabhängig davon haben es die sattgrünen Blätter des Bärlauchs wirklich in sich.

 

Heilsame Frühlingskost

Der intensive Knoblauchgeschmack kommt von dem schwefelhaltigen Senfölglykosiden. Diese wirken wie eine Art natürliches Breitbandantibiotika und vertreiben Bakterien und Pilze in Magen und Darm und regen unsere Verdauung an. Sie übernehmen aber auch den Frührjahrsputz für unsere Blutgefässe und wirken so verbeugend gegen Herzinfarkt und Arteriosklerose.

 

Bärlauch kann aber noch viel mehr. Er wirkt blutreinigend und entgiftend, senkt den Cholsterienspiegel und den Blutdruck. Der hohe Gehalt an Vitamin C sowie den Mineralien Eisen, Magnesium, Kalium und Mangan entschlackt und fördert unsere Immunabwehr. Der Bärlauch ist eine Wohltat für unseren gesamten Organismus und vertreibt jegliche Frühjahrsmüdigkeit.

 

Achtsames Ernten

Beim Ernten unbedingt auf die Verwechsungsgefahren achten. Das Maiglöckchen treibt erst ca. 3 Wochen später aus, also etwa jetzt, bevorzugt jedoch trockenere Standorte. Das einzelne Blatt hat keinen Stiel, sondern mehrere Blätter kommen aus einem Stängel. Ferner ist beim Maiglöckchen die Blattunterseite glänzend. Die Blätter der wesentlich giftigeren Herbstzeitlose sind fleischiger und ebenfalls ohne Stiel. Meist sind drei oder mehr Blätter ineinander verdreht und an einem Stängel. Beiden fehlt der Knoblauchduft. 

 

Nur der Bärlauch hat die einzeln gestielten Blätter mit parallen Blattnerven. Am besten einzeln pflücken, dann kann sich kein Doppelgänger darunter mischen. Auch wenn der Bärlauch in dieser Vielzahl vorkommt, sollten wir Rücksicht nehmen und nicht ganze Büschel ernten; denn damit schwächen wir die einzelne Pflanze massiv. Wenn wir lediglich ein Drittel pro Büschel abschneiden, hat die verbleibende Pflanze die Chance weiterhin Photosynthese zu betreiben und zu überleben.

 

Vielseitig einsetzbar

Am besten geniesst man den Bärlauch frisch und roh, als Pesto, Kräuterbutter, Kräuterquark oder Bärlauchöl. Oder nur kurz gegart, damit die Wirkstoffe möglichst erhalten bleiben, z.B. in einer Suppe und im Risotto. Jegliches Rezept mit Spinat können Sie verwenden, einfach Spinat durch Bärlauch ersetzen. Gutes Geniessen und viel Spass mit den Bärenkräften :-)

Kontakt

WILDES GRÜN - Kerstin Hertel-Rieg - kerstin(at)wildesgruen.ch - fon 071 620 08 35

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