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Mistelzweig - Kuss-Zauber & Räuchermagie für die Weihnachtstage

Altes Brauchtum - der Kuss unterm Mistelzweig

Das Aufhängen von Mistelzweigen ist ein alter Weihnachtsbrauch aus England. Mistelzweige wurden dekorativ an der Decke oder am Türrahmen befestigt und darunter herrschte Kusspflicht. Es heisst, ein Kuss unter dem Mistelzweig, bringt Glück und ewige Liebe.

Vielleicht bietet es sich in Coronazeiten an, diese Kusspflicht etwas anzupassen. Man könnte daraus etwa eine Umarmungspflicht machen, welche nicht nur Ehe- oder Liebespartner gilt, sondern für alle Bewohner im Haus oder in der Wohnung; denn gerade in diesen Zeiten brauchen wir Nähe und Zuneigung umso mehr, wenn wir doch nur im kleinsten Kreis feiern dürfen. Aber das darf jeder selbst entscheiden und kreativ werden, auch ohne Kusspflicht bringt die Mistel eine schöne Atmosphäre in unsere Räume.

Eine alte Zauber- und Arzneipflanze der Druiden

Sie wächst, wie kleine pflanzliche Ufos, auf Bäumen ganz ohne Bodenkontakt. Ihr ledriges, grünes Gewand strahlt gerade zur dunklen Jahreszeit etwas Unheimliches aus. Bei den Kelten galt sie als Vermittler zwischen Himmel und Erde und spielte bei den Jahreskreisfesten als Räucherwerk eine grosse Rolle zum Orakeln, aber auch zur Kontaktaufnahme mit Ahnen und Naturgeistern. Sie gehört zu den Lichtpflanzen und bringt strahlendes Licht in Räume und unsere Seelen. Als «goldener» Schlüssel öffnet sie unser Tor zum Unterbewusstsein und wandelt negative Schwingungen in positive um. Zudem sorgt die Mistel für Leichtigkeit und legt einen Schutzmantel um uns. Dies können wir gerade jetzt, gut brauchen.

Zum Räuchern: Kraut mit Beeren

Also Mistelzweig aufhängen und wenn bei Berührung die Blätter abfallen, dann diese samt der Beeren von den Ästen abstreifen, evtl. leicht mörsern und am besten in einem Glas luftdich und dunkel aufbewahren. Mistel duftet leicht krautig und würzig. Sie kann gut alleine verräuchert werden. Ihre Lichtkraft wird unterstützt, wenn man Mistel mit Alant und etwas Fichtenharz mischt. Zum Orakeln eignet sich die Mistel in Kombination mit Beifuss, Eisenkraut  oder Wacholder (Beeren oder Nadeln).

 

Bestes Herz- und Kreislaufmittel - aber für Tinktur oder Tee - besser gleich noch einen zweiten Mistelzweig kaufen

Wer Probleme mit dem Herzen und/oder dem Blutdruck hat, der kauft sich vielleicht noch einen Mistelzweig zum Ansetzen einer Tinktur oder zum Trocknen für Tee. Maria Treben schwört auf die Mistel als Tee bei Herz- und Kreislaufbeschwerden. Die Mistel kann auch hier zaubern, die senkt den hohen Blutdruck und hebt den niedrigen Blutdruck an. Der Tee wird aus 1.5 Esslöffeln getrocknetem Kraut ohne Beeren mit 750 ml kaltem Wasser ohne Kochen angesetzt, sondern über Nacht zugedeckt ziehen gelassen. Dieser Kaltauszug wird dann erwärmt, aber nicht gekocht und über den Tag dreimal 250ml getrunken. Übrigens neben der blutdruckmodellierenden Wirkung ist mittlerweile belegt, dass Mistelkraut gegen bösartige Krebsgeschwüre hilfreich ist. Mehr über die Heilwirkung der Mistel findet ihr im Buch "Heilsame Wildpflanzen" von Katrin und Frank Hecker.

Kontakt

WILDES GRÜN - Kerstin Hertel-Rieg - kerstin(at)wildesgruen.ch - fon 071 620 08 35

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